FAQ: Zahn-OPs

Um den Heilungsprozess zu unterstützen und eventuelle Komplikationen zu vermeiden, sollten Sie im Rahmen eines oralchirurgischen Eingriffs einige Dinge beachten – sowohl vor als auch nach der Operation.

Vor dem operativen Eingriff: Was sollte ich beachten?

  • Wird eine örtliche Betäubung durchgeführt, können Sie vor Ihrem Termin wie gewohnt essen und trinken.
  • Nach einer örtlichen Betäubung dürfen Sie kein Kraftfahrzeug mehr führen. Bitte bringen Sie eine Begleitperson mit. Gerne rufen wir Ihnen auch ein Taxi.
  • Nennen Sie uns vor dem Eingriff alle Medikamente und Naturheilmittel, die Sie momentan einnehmen bzw. in der jüngeren Vergangenheit eingenommen haben.
  • Verzichten Sie im Vorfeld, das heißt mindestens sieben Tage vorher, auf Schmerzmittel, die Acetylsalicylsäure (ASS) enthalten, zum Beispiel Aspirin®. Wenn Sie regelmäßig ASS oder andere blutverdünnende Mittel einnehmen müssen, etwa aufgrund von Herzerkrankungen, halten Sie mit uns und Ihrem Hausarzt Rücksprache. Setzen Sie diese Medikamente auf keinen Fall selbstständig ab!
  • Ist vor dem Eingriff eine prophylaktische Einnahme von Antibiotika nötig, ist es wichtig, dass Sie diese Medikamente wie von uns vorgegeben einnehmen. Dadurch können (selten vorkommende) schwerwiegende bakterielle Infektionen vermieden werden.

Nach dem Eingriff: Was sollte ich beachten bezüglich …

… Essen und Trinken?

  • Essen Sie erst wieder etwas, wenn die örtliche Betäubung zurückgegangen ist. So verhindern Sie mögliche Bisswunden oder Verbrühungen. Kauen Sie mit der nicht behandelten Seite und vermeiden Sie den direkten Kontakt mit der Wunde.
  • Bitte verzichten Sie auf heiße, sehr kalte, scharfe oder saure Lebensmittel. Auch der Verzehr von ausschließlich Milchprodukten oder klebrige Speisen können die Heilung negativ beeinflussen. Empfehlenswert ist gekochte, lauwarme, weiche Nahrung.
  • Trinken Sie keinen Alkohol und rauchen Sie mindestens in den ersten 2-3 Tagen nach dem Eingriff nicht. Dies könnte den Heilungsprozess beeinträchtigen.

… Blutung und Nachblutungen?

  • Da ein operativer Eingriff immer mit einer Wunde in der Mundhöhle verbunden ist, können Nachblutungen auftreten. Stillen Sie die Blutung mit einer sterilen Mullbinde (die Sie nach dem Eingriff von uns erhalten) oder einem sauberen Stofftaschentuch, indem Sie dies auf die Wunde legen und leicht aufbeißen. Vermeiden Sie sportliche Aktivitäten und Wärme. Lagern Sie beim Schlafen den Kopf in einer höheren Position.
  • Da ein operativer Eingriff immer mit einer Wunde in der Mundhöhle verbunden ist, können Nachblutungen auftreten. Stillen Sie die Blutung mit einer sterilen Mullbinde (die Sie nach dem Eingriff von uns erhalten) oder einem sauberen Stofftaschentuch, indem Sie dies auf die Wunde legen und leicht aufbeißen. Vermeiden Sie sportliche Aktivitäten und Wärme. Lagern Sie beim Schlafen den Kopf in einer höheren Position.

… Schmerzen?

  • Nach einem oralchirurgischen Eingriff sind Schmerzen möglich. Sie sollten spätestens innerhalb von ein bis zwei Tagen abklingen. Unterstützend können Sie von uns verschriebene, schmerzlindernde Medikamente einnehmen. Vermeiden Sie Schmerzmittel mit blutverdünnenden Wirkstoffen, wie Acetylsalicylsäure (ASS), enthalten z. B. in Aspirin®. Sie können zu Nachblutungen führen bzw. diese verstärken.
  • Sollten wider Erwarten nach ein bis drei Tagen stärkere, pochende Schmerzen auftreten, suchen Sie bitte umgehend unsere Praxis auf. Dies kann auf eine Infektion hindeuten, die behandelt werden muss. Komplikationen sind allerdings verhältnismäßig selten!

… Schwellungen oder Blutergüssen?

  • Schwellungen können bedingt durch die operativ irritierte Mundschleimhaut oder das Gewebe auftreten und werden durch Wärme innerhalb der ersten 48 Stunden verstärkt. Setzen Sie sich also nicht unnötiger Wärme aus. Kühlen Sie die betroffene Mundregion jeweils rund 15 Minuten und machen Sie zwischendurch immer eine etwa fünfminütige Pause. Kühlkissen oder zerstoßene Eiswürfel in einer Plastiktüte, die in Handtücher gewickelt werden, sind ideale Kältespender. Wir verleihen Ihnen bei ausgeprägteren Eingriffen auch gerne unser Hilotherm-Gerät.
  • Treten erneute Schwellungen auf, setzen Sie sich zur Nachbehandlung bitte mit uns in Verbindung.

… Mundhygiene und Zähneputzen?

  • Putzen Sie Ihre Zähne sorgfältig. Reinigen Sie den Wundbereich vorsichtig aber sorgfältig. Verbliebene Speisereste in den Wunden können zu Infektionen oder Wundheilungsstörungen führen. Bei Schwierigkeiten der Mundpflege stehen wir Ihnen jederzeit gerne mit einem guten Rat zur Verfügung.
  • Bitte verwenden Sie im Wundbereich keine elektrische Zahnbürste, da diese ggf. an den Fäden der verschlossenen Wunde zerren könnte. Eine Kinderzahnbürste mit weichen Borsten hilft Ihnen erheblich den Wundbereich schonend sauber zu halten.
  • Mundspüllösungen können die Mundhygiene unterstützen und das Risiko einer Wundinfektion reduzieren. Gegebenenfalls werden wir Ihnen eine entsprechende Lösung empfehlen. Sie sollten sie allerdings nur hin und wieder verwenden: Ständiges Spülen oder Saugen an der Wundstelle kann zu Irritationen führen, die Heilung verzögern oder eine Nachblutung fördern.

… Autofahren und Maschinenbedienung?

  • Durch die örtliche Betäubung und besonders nach einer Sedierung oder Vollnarkose kann es zur Verminderung des Reaktionsvermögens kommen. Ihre Fahrtüchtigkeit und die Fähigkeit, Maschinen zu bedienen oder wichtige Entscheidungen zu treffen, sind daher herabgesetzt! Bringen Sie eine Begleitperson zu Ihrem Eingriff mit oder lassen Sie sich nach dem Eingriff von dieser abholen. Auf Wunsch rufen wir Ihnen auch gerne ein Taxi.
  • Im Rahmen einer Parodontitisbehandlung können chirurgische Maßnahmen angezeigt sein – mehr erfahren Sie auf den folgenden Unterseiten.